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Ein Ort mit Vergangenheit, neu gedacht.

Philosophie & Geschichte

Gräpplang war schon immer ein Ort, an dem Menschen ankommen. Als kleines Hotel hat das Haus oberhalb von Flums über Jahrzehnte Gäste empfangen – unter demselben Namen, an demselben Hügel, mit demselben Blick über die Reben und die Bergwelt des Kantons St. Gallen. Was sich verändert hat, ist die Haltung dahinter. Und die Art, wie ein altes Haus neu gedacht werden kann, ohne dabei zu vergessen, was es einmal war.

Vom Gasthaus zum Hotel

Das Gebäude hat Charakter, der sich in jedem Balken, jedem Boden und jeder Wand ablesen lässt. Es war ein kleines Hotel, immer ein Ort der Begegnung. 2025 hat man das Anwesen erworben – nicht um es zu ersetzen, sondern um es weiterzuführen. Mit Respekt vor dem Bestehenden und einer Haltung, die auf Dauerhaftigkeit setzt.

Die Restaurierung dauerte bis zum Herbst 2026. Bewusst nicht renoviert, sondern restauriert – ein Unterschied, der sich sehen, spüren und anfassen lässt. Natürliche Materialien, die mit der Zeit schöner werden. Holzböden, die nach echter Nutzung aussehen. Räume, die Charakter haben, ohne ihn zur Schau zu stellen.

Gräpplang ist kein Hotel von der Stange. Es ist der Ausdruck einer Überzeugung: dass Orte, die Menschen wirklich verbinden, mehr brauchen als eine gute Lage und ein gemachtes Bett. Sie brauchen eine Geschichte, eine Haltung und Menschen dahinter, die wissen, warum sie tun, was sie tun.

Die System Change Foundation

Hinter Gräpplang steht auch die System Change Foundation, die 2016 von Rudolf Hilti in Vaduz gegründet wurde. Sie bringt Menschen zusammen, die neue Wege denken und gemeinsam gestalten wollen – mit dem Ziel, langfristige Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft anzustossen. Veränderungen, die selten laut beginnen, sondern in Räumen wachsen, die Vertrauen atmen und von Neugier und Ernsthaftigkeit getragen werden.

Gräpplang ist für die Stiftung ein Kraftplatz – ein Ort, der Begegnung ermöglicht, Austausch fördert und Raum lässt. Zum Innehalten, zum Weiterdenken und Ankommen. 

Die Burgruine Gräpplang

Dass dieser Ort schon lange vor der Burg bewohnt war, belegen archäologische Funde bis zurück in die Bronzezeit. Um 1220 errichteten die Ritter von Flums hier eine Burg im Auftrag des Bischofs von Chur, hoch über der alten Handelsstrasse von Zürich zu den Bündnerpässen. 

Über Jahrhunderte wechselte Gräpplang die Besitzer – Adelsgeschlechter, die Stadt Zürich, die Familie Tschudi, die dem Ort über 200 Jahre lang ihren Charakter gaben. 1804 wurde die Ruine auf Abbruch verkauft, 1928 von der Gemeinde Flums gerettet.

Heute steht die Ruine frei zugänglich auf dem Hügel, direkt neben dem Hotel Gräpplang, das ihren Namen trägt. Wer hier ankommt, kommt an einen Ort an, der seit über 800 Jahren bewohnt wird.